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„Seit Jahren Schmerzen — bis eine Ganganalyse zeigte, was bisher übersehen wurde."
Wie ein Orthopädieschuhmachermeister mit 40 Jahren Erfahrung eine Methode entwickelte, die Tausenden Menschen geholfen hat, ihre Beschwerden an der Ursache zu behandeln statt nur Symptome zu lindern.
✓ Von Krankenkassen erstattungsfähig — bis zu 150 € Zuschuss
Redaktion Gesundheit
Aktualisiert: Juni 2026 · Lesezeit: 7 Minuten
Wolfgang Triebstein in seinem Ganglabor in Eisenach, wo er über Jahrzehnte seine Methode entwickelte.
Kennen Sie das? Rückenschmerzen, die kommen und gehen. Knieprobleme ohne klare Ursache. Hüftschmerzen, die kein Arzt richtig erklären kann. Sie haben Einlagen getragen, waren bei der Physiotherapie, haben Schmerzmittel genommen — aber nichts hat dauerhaft geholfen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie ein Orthopädieschuhmachermeister mit über 40 Jahren Erfahrung die herkömmliche Einlagenversorgung grundlegend überdacht hat — und warum seine Methode heute Tausenden Menschen hilft, die Ursache ihrer Beschwerden zu verstehen und zu behandeln.
Die Beobachtung, die alles veränderte
Wolfgang Triebstein, Orthopädieschuhmachermeister aus Eisenach, hat in über 40 Jahren tausende Füße vermessen. Dabei fiel ihm etwas auf, das nicht zur gängigen Lehre passte: „Bei sehr vielen Menschen findet man an der schmerzenden Stelle gar nichts. Das Knie ist gesund, die Wirbelsäule ist in Ordnung — und trotzdem haben die Leute Schmerzen. Oft sogar an mehreren Stellen gleichzeitig."
Seine Erklärung beginnt nicht beim schmerzenden Gelenk, sondern ganz unten — am Schuh. „Unsere modernen Schuhe sind weich gepolstert. Das fühlt sich gut an, aber das weiche Material gibt unter dem Körpergewicht ungleichmäßig nach. Dadurch steht der Fuß im Schuh nicht eben, sondern leicht gekippt. Es entsteht eine schiefe Ebene unter dem Fuß."
Wie eine minimale Schräglage im Schuh den gesamten Bewegungsapparat beeinflussen kann.
Der Körper akzeptiert diese Schräge nicht. „Unser Gleichgewichtssinn will den Kopf gerade halten. Wenn das Fundament unten schief ist, muss alles darüber gegensteuern — der Fuß, das Knie, die Hüfte, der Rücken, der Nacken. Jeder Schritt ein kleiner Ausgleich. Sechs- bis zehntausend Mal am Tag, jahrein, jahraus."
„Der Schmerz taucht dort auf, wo die Kette am stärksten arbeiten muss. Aber das ist nur der Ort, an dem es sich zeigt. Die Ursache sitzt im Schuh." — Wolfgang Triebstein, Orthopädieschuhmachermeister
Warum herkömmliche Einlagen die Ursache nicht beheben
Die übliche Antwort auf solche Beschwerden ist die orthopädische Einlage. Doch der Unterschied beginnt nicht bei der Einlage selbst, sondern bei dem, was überhaupt gemessen wird. „Die Druckmessung sieht den Fuß. Im Stehen, barfuß, einen Moment lang. Aber sie sieht nicht den Schuh, und sie sieht nicht die Bewegung. Dabei entsteht das Problem doch erst im Schuh, beim Gehen."
Eine Einlage, die auf dieser Grundlage entsteht, stützt und bettet den Fuß — aber die schiefe Ebene im Schuh, die die Beschwerden auslöst, bleibt bestehen. Die Symptome werden gelindert, die Ursache bleibt unberührt.
Klassische Druckmessung erfasst den Fuß im Stehen. Ganganalyse misst die Bewegung im Alltag.
Genau das brachte Triebstein dazu, das bestehende System zu überdenken. In seinem Ganglabor konnte er nachweisen, dass Einlagen, die die Bewegung im Schuh berücksichtigen, deutlich bessere Ergebnisse erzielten als herkömmliche Modelle. Die Erkenntnis war eindeutig: Wer die Ursache behandeln will, muss den Gang messen — nicht nur den Fuß.
Eine bahnbrechende Erkenntnis wird zur Methode
Aus dieser Erkenntnis entwickelte Triebstein etwas grundlegend Neues: eine Sohle, deren Oberseite flach und neutral bleibt — damit der Fuß sich frei bewegen und abfedern kann — und deren Unterseite die individuell gemessene Schräge exakt ausgleicht.
„Wir nehmen dem Fuß die Schräge weg, gegen die er den ganzen Tag ankämpft, und lassen ihn ansonsten frei arbeiten. Ein Fuß, der sich bewegen darf, bleibt gesünder als einer, der in eine feste Form gebettet wird." — Wolfgang Triebstein
Lange ließ sich das nur in seinem Ganglabor umsetzen, von Hand, vor Ort. Bis Triebstein auf jemanden traf, der dieselbe Erfahrung von der anderen Seite kannte.
Von der Patientin zur Mitgründerin
Julia Zimmermann hatte erlebt, was viele kennen. „Es passierte von einem Tag auf den anderen. Plötzlich konnte ich kaum noch laufen, stechende Hüftschmerzen bei jedem Schritt." Es folgte eine monatelange Odyssee: Orthopäden, Kliniken, Physiotherapie, Einlagen, Salben. „Ich habe wirklich alles ausprobiert. Aber eine Frage blieb unbeantwortet: Woher kommen meine Schmerzen eigentlich?"
Durch Zufall lernte sie Wolfgang Triebstein kennen. Er analysierte ihren Gang in ihren eigenen Schuhen, erklärte ihr zum ersten Mal den Zusammenhang zwischen ihren Beschwerden, ihrer Bewegung und ihren Schuhen, und fertigte ihr eine Sohle. Nach wenigen Wochen waren die Schmerzen verschwunden.
Aus ihrer Erleichterung wurde eine Frage, die sie nicht losließ: Wenn das bei ihr funktioniert, warum hat dann nicht jeder Zugang dazu? Gemeinsam mit Triebstein und dem Mitgründer Timon Sutter beschloss sie, seine jahrzehntelange Erfahrung in die digitale Welt zu übersetzen. 2023 entstand daraus ein Unternehmen in Konstanz.
Der Durchbruch: Schmerzlinderung von zu Hause
Aus Triebsteins handgefertigter Sohle wurde ein System, das die Schräglage zwischen Fuß und Schuh per Sensor im Alltag misst und daraus eine individuelle Korrektureinlage fertigt. Was früher nur vor Ort in Eisenach möglich war, lässt sich heute von zu Hause aus nutzen.
Das berichten Nutzer:
✅ Spürbare Schmerzlinderung bei Rücken-, Knie- und Hüftbeschwerden
✅ Individuelle Korrektur, die auf den eigenen Gang und Schuh abgestimmt ist
✅ Einfache Anwendung von zu Hause — ohne Arzttermin oder Wartezeit
So funktioniert die Methode:
1
Sensorsohlen einlegen: Sie legen die Messsohlen 14 Tage lang in Ihre Alltagsschuhe und gehen ganz normal Ihrem Alltag nach.
2
Auswertung in der App: Ihre Gangdaten werden per App ausgewertet. Sie sehen genau, wo die Schräglage in Ihren Schuhen entsteht.
3
Individuelle 0°-Sohle: Auf Basis Ihrer Daten wird eine Korrektursohle gefertigt, die genau auf Ihren Fuß und Ihren Schuh abgestimmt ist.
Die Methode aus Wolfgang Triebsteins Ganglabor — heute für zu Hause.
Die Methode ist als Medizinprodukt nach MDR (EU 2017/745) zertifiziert. Über 3.000 Menschen haben sie genutzt.
Hinweis zur Krankenkassen-Erstattung
Das 3-in-1-Paket (Ganganalyse + 0°-Sohle + Präventionskurs) kann je nach Krankenkasse mit bis zu 150 € bezuschusst werden. Der Eigenanteil beginnt ab 99 €. Die Erstattung erfolgt über ein zertifiziertes Präventionsprogramm nach § 20 SGB V.
Die genaue Höhe hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab.
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