Orthopädieschuhmachermeister mit 40 Jahren Erfahrung entwickelte eine Methode, die Tausenden Menschen geholfen hat.
Ein Ansatz der Ursachen behandelt statt nur Symptome zu lindern.
Wolfgang Triebstein in seinem Ganglabor in Eisenach, wo er über Jahrzehnte seine Methode entwickelte.
Kennen Sie das? Rückenschmerzen, die kommen und gehen. Knieprobleme ohne klare Ursache. Hüftschmerzen, die kein Arzt richtig erklären kann. Sie haben Einlagen getragen, waren bei der Physiotherapie, haben Schmerzmittel genommen — aber nichts hat dauerhaft geholfen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie ein Orthopädieschuhmachermeister mit über 40 Jahren Erfahrung die herkömmliche Einlagenversorgung grundlegend überdacht hat — und warum seine Methode heute Tausenden Menschen hilft, die Ursache ihrer Beschwerden zu verstehen und zu behandeln.

Wolfgang Triebstein, Orthopädieschuhmachermeister aus Eisenach, hat in über 40 Jahren tausende Füße vermessen. Dabei fiel ihm etwas auf, das nicht zur gängigen Lehre passte: „Bei sehr vielen Menschen findet man an der schmerzenden Stelle gar nichts. Das Knie ist gesund, die Wirbelsäule ist in Ordnung — und trotzdem haben die Leute Schmerzen. Oft sogar an mehreren Stellen gleichzeitig."
Seine Erklärung beginnt nicht beim schmerzenden Gelenk, sondern ganz unten — am Schuh. „Unsere modernen Schuhe sind weich gepolstert. Das fühlt sich gut an, aber das weiche Material gibt unter dem Körpergewicht ungleichmäßig nach. Dadurch steht der Fuß im Schuh nicht eben, sondern leicht gekippt. Es entsteht eine schiefe Ebene unter dem Fuß."

Wie eine minimale Schräglage im Schuh den gesamten Bewegungsapparat beeinflussen kann.
Der Körper akzeptiert diese Schräge nicht. „Unser Gleichgewichtssinn will den Kopf gerade halten. Wenn das Fundament unten schief ist, muss alles darüber gegensteuern — der Fuß, das Knie, die Hüfte, der Rücken, der Nacken. Jeder Schritt ein kleiner Ausgleich. Sechs- bis zehntausend Mal am Tag, jahrein, jahraus."
Die übliche Antwort auf solche Beschwerden ist die orthopädische Einlage. Doch der Unterschied beginnt nicht bei der Einlage selbst, sondern bei dem, was überhaupt gemessen wird. „Die Druckmessung sieht den Fuß. Im Stehen, barfuß, einen Moment lang. Aber sie sieht nicht den Schuh, und sie sieht nicht die Bewegung. Dabei entsteht das Problem doch erst im Schuh, beim Gehen."
Eine Einlage, die auf dieser Grundlage entsteht, stützt und bettet den Fuß — aber die schiefe Ebene im Schuh, die die Beschwerden auslöst, bleibt bestehen. Die Symptome werden gelindert, die Ursache bleibt unberührt.

Klassische Druckmessung erfasst den Fuß im Stehen. Ganganalyse misst die Bewegung im Alltag.
Genau das brachte Triebstein dazu, das bestehende System zu überdenken. Er konnte an seinen eigenen Patienten feststellen dass seine neuen Einlagen, die die Bewegung im Schuh berücksichtigen, deutlich bessere Ergebnisse erzielten als die herkömmliche Methode. Die heutigen Studien bestätigen diese Erkenntnis eindeutig: Wer die Ursache behandeln will, muss den Schuh und die Bewegung messen — nicht nur den Fuß.
Aus dieser Erkenntnis entwickelte Triebstein etwas grundlegend Neues: eine Sohle, deren Oberseite flach und neutral bleibt — damit der Fuß sich frei bewegen und abfedern kann — und deren Unterseite die individuell gemessene Schräge exakt ausgleicht.
Lange ließ sich das nur in seinem Ganglabor umsetzen, von Hand, vor Ort. Bis Triebstein auf jemanden traf, der dieselbe Erfahrung von der anderen Seite kannte. Handelt sich nicht bloß um EInlagen sondern ein Ganzheitliches Konzept mit Übungen die die betroffenen Muskelketten stärken.
Julia Zimmermann hatte erlebt, was viele kennen. „Es passierte von einem Tag auf den anderen. Plötzlich konnte ich kaum noch laufen, stechende Hüftschmerzen bei jedem Schritt." Es folgte eine monatelange Odyssee: Orthopäden, Kliniken, Physiotherapie, Einlagen, Salben. „Ich habe wirklich alles ausprobiert. Aber eine Frage blieb unbeantwortet: Woher kommen meine Schmerzen eigentlich?"

Durch Zufall lernte sie Wolfgang Triebstein kennen. Er analysierte ihren Gang in ihren eigenen Schuhen, erklärte ihr zum ersten Mal den Zusammenhang zwischen ihren Beschwerden, ihrer Bewegung und ihren Schuhen, und fertigte ihr eine Sohle.
Nach wenigen Wochen waren die Schmerzen bereits verschwunden.
Aus ihrer Erleichterung wurde eine Frage, die sie nicht losließ: Wenn das bei ihr funktioniert, warum hat dann nicht jeder Zugang dazu? Gemeinsam mit Triebstein und dem Mitgründer Timon Sutter beschloss sie, seine jahrzehntelange Erfahrung in die digitale Welt zu übersetzen. 2023 entstand daraus ein Unternehmen in Konstanz.
Ganganalyse entdecken →Aus Triebsteins handgefertigter Sohle wurde ein System, das die Schräglage zwischen Fuß und Schuh per Sensor im Alltag misst und daraus eine spezielle personalisierte Sohle fertigt. Was früher nur vor Ort in Eisenach möglich war, lässt sich heute von zu Hause aus von jedem nutzen.
Pilotstudie¹, Technische Universität München, Fakultät Sportwissenschaften, 2023.
Die Methode ist als Medizinprodukt nach MDR (EU 2017/745) zertifiziert. Über 3.000 Menschen haben sie bereits genutzt.

Beispielwerte für BARMER. Die genaue Höhe der Erstattung hängt von deiner Krankenkasse ab.
Gesetzlich versichert: Das 3-in-1-Paket (Ganganalyse + 0°-Sohle + Präventionskurs) kann je nach Krankenkasse mit bis zu 150 € bezuschusst werden. Der Eigenanteil beginnt ab 99 €. Die Erstattung erfolgt über ein zertifiziertes Präventionsprogramm nach § 20 SGB V. Kein Rezept benötigt.
Privat versichert: Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten je nach Tarif häufig ganz oder zum Großteil. Lass dir dafür am besten ein Privatrezept von deinem Arzt ausstellen und reiche es zusammen mit der Rechnung bei deiner Versicherung ein. So sollte das Rezept aussehen (Formulierungsvorschlag für den Arzt): Privatrezept „Ganganalyse mit digitaler Langzeitmessung" „Individuell angefertigte Einlagen (0°-Sohlen) zur Korrektur der Fuß- und Beinachse" plus 1 Paar Wechselsohlen, Angabe der Indikation (z. B. Knieschmerzen, Rückenschmerzen, Senk-/Spreizfuß, Überlastungsbeschwerden, ICD-10 wie M25.56 oder M21.4).